Allgemein gilt Öl ist Öl und es wird einfach ein Mehrbereichsöl eingefüllt oder ein teures Vollsynthetisches, weil ja in der Werbung das synthetische als sehr gut angepriessen wird.
So ist aber bei alten Fahrzeugen ein Motorschaden vorprogramiert.
Synthetisches Öl oder auch das Vollsynthetische, hat viel Additive beigemischt, welche wir in unserem Oldtimer nicht gebrauchen können.
Das Eine ist das Reinigungsadditiv, es löst Schmutzpartikel, Ablagerungen und vorhandenen Oelschlamm samt Metallabrieb und das Ganze würde dann im Ölstrom zirkulieren.
Da kommt dann unser grosses Problem.
Historische Fahrzeuge vorallem älter Modelle haben keinen Hauptstromölfilter.
Der Hauptstromölfilter setztze sich im Motorenbau erst in den 50er Jahre durch. Da gibt es noch die Nebenstrom- oder Zentrifugalfilter, welche aber nur bedingt wirksam sind, was in der Regel kurze Ölwechselintervalle bedeutet. (weit unter 5000 Km)
Für Fahrzeuge ohne Filter sollte man immer ein unlegiertes Motorenöl nehmen. Wurde der Motor revidiert und ist frei von Ölschlamm kann auch ein mild legiertes Einbereichsöl verwendet werden.
Eine einheitiche Empfehlung kann es nicht geben, das Wichtigste: Immer zuerst in der Betriebsanleitung nachschauen, was der Hersteller empfiehlt.
Wenn es sich nicht um einen Vorkriegs- Oldtimer oder um einen reinrassigen Rennmotor handelt, kann man ohne Probleme ein 20W50 Oel nehmen.